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28.11.2015



08.04.2014



07.07.2011

Fleisch für Futtertröge

EU will Verfütterung von Tiermehl teilweise wieder erlauben

Von Mirjam Stöckel

Das EU-Parlament hat sich dafür ausgesprochen, die Verfütterung von Tiermehl an Rinder teilweise wieder zuzulassen. Tierisches Eiweiß war aus allen Futtertrögen verbannt worden, um die Verbreitung der Rinderkrankheit BSE zu stoppen.

In Wolfgang Groths Offenstall wuseln Dutzende Schweine durchs Stroh. Noch ein paar Wochen Kraftfutter, dann haben sie ihr Schlachtgewicht auf den Rippen.

"Wir füttern unseren Schweinen eine Getreide-Soja-Mischung - wie das heutzutage üblich ist",sagt Groth. Und vor allem das Soja lässt die Schweine wachsen. Denn es enthält viel pflanzliches Eiweiß. Wolfgang Groth kauft es beim Kraftfutterwerk im nahe gelegenen Kehl am Rhein.

Per Schiff landen Millionen Tonnen Soja aus Übersee in Europas Häfen. Die weltweit große Nachfrage nach dem wertvollen Eiweißlieferanten treibt den Preis - das spürt auch Wolfgang Groth. Zumal er nur gentechnikfreies Soja verfüttert - was zusätzlich kostet.

"Das geht ganz schön ins Geld, ja. Wir haben Futterkosten, die sind um 30 Prozent gestiegen innerhalb des letzten Jahres. Das geht jetzt schon an die Existenz in Moment",

so Groth. "Weil einfach die Fleischpreise zwar nicht schlechten Preis verharren - aber das passt nicht zu den Futterkosten."

Überall in Deutschland und Europa klagen Nutztierhalter über die horrenden Futterpreise - allen voran die Schweinemäster. Um etwas weniger abhängig von Sojaimporten zu werden, würden sie liebend gerne auf eine andere Ressource zurückgreifen: sogenannte Schlachtabfälle.

Denn sie enthalten - genau wie Soja - viel Eiweiß und fallen auf Europas Schlachthöfen ohnehin tonnenweise an. Seit der BSE-Krise Ende der 1990er-Jahre allerdings ist tierisches Eiweiß aus allen Futtertrögen verbannt. Aber:

"Das passt nicht mehr in die heutige Zeit rein",sagt Michael Bauernschmid, Geschäftsleiter des Offenburger Schlachthofs.
Auch er ist dafür, dass die Überreste von gesunden Tieren verfüttert werden dürfen - jetzt, wo BSE in Europa nahezu ausgemerzt ist. Rinderköpfe und anderes Risikomaterial natürlich nicht, sagt Bauernschmid. Aber eben Tierteile, die zwar für den menschlichen Verzehr geeignet sind, die aber praktisch niemand essen will: sogenanntes Kategorie-III-Material.

"K3 sind die Augen, die Lider, die Därme , wenn sie entleert sind - praktisch das, was beim Schweineschlachten übrig bleibt",erläutert Bauernschmid.

Ein Teil dieser Tierreste wird schon heute aufbereitet und als Dünger oder Haustierfutter verkauft - das ist erlaubt. Ein großer Teil aber wird in Tierkörperbeseitigungsanlagen entsorgt. Wenig sinnvoll, sagt nun auch das EU-Parlament - denn das tierische Eiweiß könne als Futter auch für Nutztiere mehr Vorteile bringen: Die Abgeordneten haben deshalb gestern gefordert, das strikte Tiermehl-Verfütterungsverbot zu lockern.

"Vielleicht klingt Tiermehl, tierische Abfälle nicht besonders ästhetisch",
sagt Dagmar Roth-Behrendt von der SPD.

"Aber das ist das, wovon Tiere sich eben auch ernähren. Hühner würden, wenn man sie lassen würde, nun mal Würmer und vieles andere picken und fressen und Schweine brauchen auch Proteine."

Die Abgeordneten knüpfen die Verfütterung allerdings an strenge Sicherheitsauflagen: Tierische Eiweiße dürfen niemals an Rinder oder andere Wiederkäuer gehen, sondern nur an Allesfresser. Und auch nur dann, wenn das Tiermehl vorher gegen mögliche Krankheitserreger hitze- und druckbehandelt wurde. Kannibalismus, also das Füttern mit Fleischresten eigener Artgenossen, bleibt verboten.

Unter diesen Bedingungen gehe von Tiermehl keine Gesundheitsgefahr aus, sagt Dagmar Roth-Behrendt. Vielmehr sei die Wiederzulassung von tierischem Eiweiß sogar ein Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und weg von den umweltschädigenden Sojamonokulturen in Südamerika.

"Es werden weite Flächen des Regenwaldes abgeholzt, um dort Soja anzubauen, oft gentechnisch verändertes Soja. Das kann nicht die Alternative sein, während wir gleichzeitig Teile von Schlachttieren hier im Grunde auf den Abfall geben",

so Roth-Behrendt.

Schweinehalter Wolfgang Groth sieht das ganz genauso. Vor 2012 aber, das ist klar, wird mit Sicherheit nichts aus der Tiermehl-Wiederzulassung in Europa. Denn einen konkreten Gesetzesvorschlag dafür will die EU-Kommission frühestens im Herbst vorlegen.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1499296/

 

15.06.2011

Die besten Höfe entlang des Rheins

Wettbewerb »Unser schöner Hof«: Gewinner aus Willstätt

Ortenau (red/imu). Die landwirtschaftlichen Aussiedlungsbetriebe entlang der Rheinschiene sind prägend für die Region. Der Verein landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Ortenau schrieb den Wettbewerb »Unser schöner Hof« aus. Elf Familien haben sich beworben. Eine fachkundige Jury besichtigte die Betriebe. Bewertet wurden neben der Anlage und Entwicklung des Hofes auch die Einbindung in die Landschaft. Der Gesamtsieger sowie die Gewinner einer goldenen oder silbernen Urkunde stehen fest: Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Wolfgang und Waltrud Groth aus Willstätt hinterließ bei der Jury den besten Eindruck. Aus einem Gemischtbetrieb mit 15 Kühen und einigen Schweinen ist seit 1973 ein Schweinezucht- und Mastbetrieb mit Ackerbau geworden.

Eine goldene Urkunde bekam: der Hof der Familie Mathias und Daniela Schäfer in Kehl-Marlen. Er war eine der ersten Aussiedlungen, in den 50er-Jahren und umfasst heute eine Ackerfläche von 115 Hektar. Der Maiwaldhof von

Johann-Georg und Maria Huschle, gelegen auf der Gemarkung von Achern, hat als neues Standbein einen Hofladen. Der Kirschhof der Familie Hansjörg Körkel und Cornelia Will-Körkel in Kehl wurde erst 1974 ausgesiedelt. Inzwischen

werden aud knapp 130 Hektar Getreide und Mais angebaut. Im Betrieb der Familie Hans und Anke Bartelme in Rheinau-Freistett helfen die Großeletern sowie die fünf Kinder des Betreiberehepaares bei der Erzeugung biologischer

Lebensmittel

Silber ging an: Karl-Philipp und Ulrike Baumert, Maiwaldhof auf der Gemarkung Achern, Alois und Irene Huschle (Renchen), Karlheinz und Astrid Kirn (Renchen), Klaus und Petra Ohnemus (Ettenheim-Altdorf), Anette Sänger und Joachim Schwarz (Rheinau) sowie Martin und Sybille Sunderer (Neuried).